Review: Freedom / Yasi Hofer

yasih1Aller guten Dinge sind bei Musikern nicht immer drei. Die dritte CD ist oft eine schwierige. Nicht so bei Yasi Hofer. Die Ulmerin hat es auf "Freedom" geschafft, die ohnehin schon hervorragende zweite Scheibe "Faith" noch zu toppen. Die 26-Jährige schafft es dabei, einen spannenden Stilmix zwischen ruhigen Balladen mit vollends überzeugendem Gesang ("In Search of Change"), virtuosen instrumentalen Gitarrenrockern (beispielsweise das mit starken Satriani meets Vai Vibes ausgestattete "City of Green Fields") und funkig-bluesig angehauchten Tracks ("Midnight Feelings") in die Rillen zu fiedeln, wobei Yasis Gitarrenton dabei zum Niederknien schön, warm und rund ist.

Yasi Hofer ist technisch natürlich ebenfalls über jeden Zweifel erhaben, nutzt aber ihre Virtuositöt - und das ist das Beeindruckende - niemals zum Selbstzweck, sondern setzt diese immer ausschließlich songdienlich ein - eine Eigenschaft, die sie mit ihren musikalischen Vorbildern vereint. Mit der Instrumental-Achterbahnfahrt "Donwhill" hat Yasi zudem das vielleicht spannendste Stück ihres bisherigen Schaffens auf "Freedom" veröffentlicht.

Klar, den Vergleich mit Helden wie Satriani und vor allem Steve Vai muss sie weiterhin aushalten, Sound und Composing sind da zu nah dran, um davon sprechen zu können, sie hätte sich von den Großmeistern entfernt. Klar ist aber auch, dass sie (schon beim Vorgänger-Album) dieser Art der Musik eine andere Facette hinzugefügt hat: Eine Yasi Hofer-Scheibe ist keine reine Gitarristenmusik, wie es bei vielen anderen Flitzefingern leider so oft der Fall ist, womit sie immer wieder heftig aus dem Genre ausbricht. Danke dafür.

Fazit: Virtuos, songdienlich, eigenständig - eine "Platte" zum verlieben

 

 

Ein Interview mit YASI HOFER findet Ihr HIER!

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