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Donnerstag November 23, 2017
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Review: Need for Speed Payback

81xSdSneoL. SL1500 Need for Speed war einmal der Spiel gewordene feuchte Traum der Gamepad/Lenkrad-Akrobaten. Seit einigen Jahren dümpelt EAs Straßenflitzer in der Belanglosigkeitsgarage herum. Mit dem Reboot sollte vor zwei Jahren alles viel besser werden, wurde es aber nicht. Der nächste Versuch heißt Need for Speed- Payback und ist eine Mischung aus dem Golden Oldie "Burnout Paradise" und den Fast and Furious-Filmen. 

Die Einzelspieler-Kampagne erzählt filmreif die Story des ehemaligen Streetracers Tyler Morgan. Nachdem er verraten und ins Exil getrieben wurde, ist die Zeit gekommen, Rache zu nehmen. Tyler muss seine Crew wieder aufbauen, ein aussichtsloses Rennen gewinnen und das "House" zu Fall bringen - jenes Kartell, das die Casinos, Kriminellen und Cops der Stadt kontrolliert. Klingt, gut, sieht auch gut aus, ja fährt sich sogar (arcadig) gut, doch irgendwie springt der Funke nicht so richtig rüber. Das könnte an den langweiligen Arealen liegen. Zwar Open World, kicken die Strecken jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht wirklich, sondern sind eher leb- und lieblos. Bis auf wenige Ausnahmen? Ja, denn einige der Missionen sind bombastisch. Die Hauptmissionen sind  spaßig, sehen gut aus, auch, wenn sie nicht sonderlich fordernd sind, viele Nebenmissionen sind eher stiefmütterlich programmiert worden. Die Rückkehr von Verfolgungsjagden mit der Polizei ist ein guter Schritt, die Cops scheinen aber alles andere als gute Autofahrer zu sein. Man entkommt ihnen schlichtweg zu einfach. Das bringt uns zum Balancing des Spiels: Es ist schlecht! Gleich zu Beginn ist es bei einem Street-Sprintrennen fast unmöglich, den Gegner zu überholen. Andere Rennen sind hingegen so lächerlich einfach, dass die Gummiband-KI extrem auffällt. 

Tuning darf auch betrieben werden. Mithilfe von sogenannten Speedcards können die Autos aufgerüstet werden. Wirkt krude, ist auch krude. Ebenfalls bedenklich: Auch bei NFS Payback wird nicht auf kostenpflichtige Lootboxes verzichtet. Ein Trend, der die Spieleindustrie hinrichten wird, wenn dem kein Einhalt (Spiele nicht kaufen!) geboten wird, da bin ich ganz sicher. 

Kurzum: Der feuchte Traum ist abgetrocknet und klebrig geworden.

 

Fazit: Die Rennspiel-Enttäuschung des Jahres

 

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