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Donnerstag November 23, 2017
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Review: Arrested Denial - Frei.Tal

a2337336433 16Denk ich an Hamburg in der Nacht... ist mir um den Punk in Deutschland nicht Bange. Arrested Denial kommen aus der Hansestadt und zelebrieren hübschen Punkrock mit Ska und Oi-Einlagen. Seit 2009 drischt die Band schon in die Saiten und hat nun mit "Frei.Tal" ihr bereits drittes Album eingezimmert. Kurz vor Veröffentlichung der neuen Platte waren Arrested Denial im Juni 2017 auf zweiwöchiger Tour in China unterwegs. Unter anderem spielten die Hamburger in Peking, Shanghai und Hongkong. 

Nach englischsprachigen ersten Scheiben wird nun komplett - nein nicht chinesisch - deutsch gesungen. Geboten wird melodischer Punkrock mit oftmals sehr eingängigen Refrains ("Ich hab beschlossen Euch zu hassen"), der den einmal angebrachten Vergleich von Sammy Amara (Broilers) mit Rancid nicht immer untermauert. Arrested Denial gehen meist doch deutlich ruppiger an die Sache ran. Dazu statten sie ihre Songs mit textlich erfreulich klaren Botschaften aus ("Nationalisten aller Länder" mit Ulf von Rantanplan). Freunde der Broilers und Rancid finden hier dennoch ein räudigeres Beiprogramm zur ihren Lieblingsbands, müssen dafür hinnehmen, dass der Gesang nicht immer unfallfrei und deutlich rauher daherkommt ("Heimathafen"). Stilistisch wildern die Hamburger in einigen Gefilden ohne sich aber an Trends anzubiedern. Das Songwriting kann über weite Strecken gefallen, balladeskere Nummern wie "Bis hier, bis heute" sind aber nicht Arrested Denials großes Ding. 

Unterm Strich bleibt ein kurzweiliges Album, das - sehr frei nach Frank Zappe - beweist: Punk is not dead - it only smells funny. *

 

Rein hören kann man HIER! Wem's gefällt, kauft es aber auch bitte!

 

Fazit: Kurzweilig und über weite Strecken überzeugendes Punkrockalbum

 

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