Extreme: Saudades de Rock

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2008 ist das Jahr der Comebacks und nun ist auch noch die beste Funkrock-Band der 90er wieder da: Extreme um Saitenhexer Nuno Bettencourt, dessen Solopfade in einen dunklen Wald belangloser Klangexperimente führte, legen mit „Saudades de Rock“ ein gutes, aber nicht überragendes Album in die Shops. Grandios, sehr queenesk geht es los mit „Star“ und die Freude ist riesengroß über die enorme Qualität des Titels. So kann es weitergehen! Tut es aber leider nicht durchgängig. Dafür zeigen Extreme einmal mehr, wie abwechslungsreich die Band agieren kann. „Comfortley Dumb“ klingt sehr nach Kings X (nur schwächer gesungen), „Ghost“ gar nach Coldplay (nur affektiver inszeniert) und „Sunrise“ dank Gary Cherones Gesang nach Chris Cornell (nur weniger charismatisch). Es wird sogar recyclet: „Interface“ ist schon auf von Nunos Soloprojekt vertreten. Trotz dieser Kritikpunkte ist „Saudades de Rock“ mehr als nur Durchschnitt und als Sprungbrett zur zweiten Karriere Extremes bestens geeignet, denn es finden sich einige echte Perlen: „Slide“ ist zum Beispiel Funkrock erster Kajüte, Nuno spielt allen Möchtegern-Gitarrenhelden immer noch locken den Arsch ab, Gary Cherone singt durchweg im First-class-Bereich und widerlegt damit die Maulhelden, die seine Leistungen vor allem während seiner VanHalen-Zeit kritisiert haben.

Stil: FunkRock

Fazit: Gutes aber nicht überragendes Comeback

 

 

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